Prof. Ganteföhr
: “Grenzen des Wissens” - erzeuge eine Liste aller von Ganteföhr
angesprochenen gesellschaftlichen Probleme (wie “zunehmende Dummheit”,
“staatliche Überregelung”, …) aus dieser Reihe!
Prof. Hartmut Ganteför nutzt seine Reihe „Grenzen des
Wissens“ (und seinen gleichnamigen YouTube-Kanal [[1] -
Youtube Prof. Ganteföhr : “Grenzen des Wissens”]) zunehmend
nicht nur zur Vermittlung von Physik, sondern auch als Plattform für
dezidierte Gesellschaftskritik. Er analysiert dabei oft die Diskrepanz
zwischen physikalischer Realität und politischem bzw. gesellschaftlichem
Wunschdenken.
Basierend auf seinen Vorträgen, Videos und Buchveröffentlichungen
lässt sich folgende Liste der von ihm diagnostizierten
gesellschaftlichen Probleme erstellen.
Diese Punkte spiegeln seine Perspektive und
Argumentation wieder:
1. Bildung und Rationalität
- Mangelnde naturwissenschaftliche Bildung: Ganteför
beklagt oft, dass der breiten Bevölkerung (und Politikern) das
Verständnis für Größenordnungen, exponentielles Wachstum, Statistik und
grundlegende physikalische Gesetze (z. B. Energieerhaltung) fehlt.
- Verlust der Rationalität: Er sieht einen Trend, bei
dem Entscheidungen auf Basis von Emotionen (“Bauchgefühl”, Angst) statt
auf Basis von Fakten und Daten getroffen werden.
- Die “zunehmende Dummheit”: Ein von ihm provokant
genutzter Begriff für den Rückgang der Fähigkeit zu komplexem,
kritischem Denken und die Unfähigkeit, Zusammenhänge jenseits einfacher
Narrative zu erfassen.
2. Medien und öffentlicher
Diskurs
- Klima-Hysterie und Alarmismus: Er kritisiert nicht
die Klimawissenschaft an sich, sondern die mediale Aufbereitung, die
Panik schüre (“Weltuntergangsszenarien”) und Anpassungsstrategien
ignoriere.
- Framing und Einseitigkeit: Der Vorwurf an die
etablierten Medien (oft ÖRR), Themen voreingenommen darzustellen und
abweichende wissenschaftliche Meinungen auszufiltern.
- Verengung des Meinungskorridors: Die Beobachtung,
dass bestimmte Themen (z. B. Kernkraft, Migrationspolitik) tabuisiert
sind und Kritiker schnell diffamiert (“in eine Ecke gestellt”) werden,
statt inhaltlich zu diskutieren.
- “Angstindustrie”: Die These, dass Medien und
Politik gezielt mit der “German Angst” spielen, um Aufmerksamkeit zu
generieren oder Maßnahmen durchzusetzen.
3. Politik und Staat
- Staatliche Überregelung & Bürokratie: Die
Kritik, dass der Staat versucht, alles bis ins Kleinste zu regeln (z. B.
Heizungsgesetz), statt Rahmenbedingungen für Innovationen zu
setzen.
- Ideologiegetriebene Politik: Der Vorwurf, dass
politische Ziele (besonders in der Energiepolitik) rein ideologisch
(“Wunschdenken”) und gegen physikalische/ökonomische Realitäten
durchgepeitscht werden.
- Fehlende Fachkompetenz in der Regierung: Ganteför
moniert häufig, dass Entscheidungsträger keine naturwissenschaftliche
oder technische Ausbildung haben und daher die Konsequenzen ihrer
Beschlüsse nicht abschätzen können.
- Verbotskultur: Der Trend, Probleme durch Verbote
(Technologieverbote wie beim Verbrenner oder der Kernkraft) statt durch
technologische Offenheit zu lösen.
4. Energie und Wirtschaft
(Sein Kernthema)
- Deindustrialisierung: Die Warnung, dass Deutschland
durch extrem hohe Energiepreise und Unsicherheit seine industrielle
Basis zerstört und Wohlstand verliert.
- Scheitern der Energiewende: Die Analyse, dass die
Energiewende in ihrer jetzigen Form (nur Wind/Sonne ohne Speicher)
physikalisch und ökonomisch nicht funktionieren kann
(“Dunkelflaute”).
- Technologiefeindlichkeit: Eine generelle Skepsis
der Deutschen gegenüber neuen oder bestimmten Technologien (Kernfusion,
Gentechnik, CCS - Carbon Capture and Storage).
5. Gesellschaftliche Haltung
- Moralismus: Die Tendenz, moralische Überlegenheit
über praktische Lösbarkeit zu stellen (“Wir wollen die Welt retten, auch
wenn wir uns dabei ruinieren”).
- Wohlstandsverwahrlosung: Die Haltung, dass Strom
und Wohlstand “einfach da sind” und man nicht mehr hart dafür arbeiten
oder Kompromisse eingehen müsse.
- Doppelmoral: Kritik an einer Lebensweise, die hohe
moralische Ansprüche predigt (Klimaschutz), aber privat anders lebt oder
die “dreckige Arbeit” (Produktion, Rohstoffabbau) ins Ausland
verlagert.
Ganteför fasst viele dieser Punkte oft unter dem Narrativ zusammen,
dass Deutschland als “Geisterfahrer” unterwegs sei –
isoliert in der Welt mit einer Politik, die auf Illusionen statt auf
Physik basiert.
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