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Politik : Wie wird sich mit grösster Wahrscheinlichkeit der Ukraine-Krieg entwickeln? Entwickle verschiedene Szenarien und liste diese von grösster nach kleinster Wahrscheinlichkeit!

Prognoseversuch mit relativer Wahrscheinlichkeit unter den wichtigsten Einflussfaktoren (Frontverlauf, Rüstungsproduktion, westliche Hilfe, innenpolitische Lage in Russland/Ukraine, US-/EU-Politik) :

Stand heute (Dezember 2025):

Darauf aufbauend – ohne Anspruch auf Exaktheit vermutete Szenarien:

1. „Erzwungener Waffenstillstand mit eingefrorener Front“

Wahrscheinlichkeit: am höchsten

Kernidee:

Treiber:

Typische Eckpunkte dieses Szenarios:

2. „Langer Abnutzungskrieg mit wechselnder Front, aber ohne klaren Sieger“

Wahrscheinlichkeit: hoch, aber etwas geringer als Szenario 1

Kernidee:

Treiber:

Folgen:

3. „Politisch erzwungener Deal zulasten der Ukraine“

Wahrscheinlichkeit: mittelhoch

Kernidee:

Typische Elemente:

Warum nicht Szenario 1? Unterschied: In Szenario 3 kommt der Deal eher unter starkem externen Druck und relativ schnell, während Szenario 1 eher das Ergebnis eines langen Verschleißprozesses ist, bei dem alle halbwegs freiwillig nachgeben.

4. „Schrittweiser militärischer Erfolg der Ukraine“

Wahrscheinlichkeit: deutlich geringer, aber nicht Null

Kernidee:

Bedingungen, die dafür erfüllt sein müssten:

Risiken:

5. „Innerer Umbruch in Russland beendet den Krieg“

Wahrscheinlichkeit: eher gering

Kernidee:

Warum eher unwahrscheinlich (kurzfristig):

Aber: Langfristig (5–10 Jahre) steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kriegs-, Wirtschafts- und Demografie-Kosten politische Instabilität erzeugen.

6. „Eskalation zum direkten Russland–NATO-Konflikt“

Wahrscheinlichkeit: klein, aber nicht vernachlässigbar

Pfade dorthin:

Alle großen Akteure wissen, dass ein direkter Krieg mit NATO das Risiko einer nuklearen Eskalation mit sich bringt. Genau deshalb arbeiten fast alle Szenarien in Think-Tank-Analysen und offiziellen Papieren mit der Annahme, dass man gerade so darunter bleibt. ([House of Commons Library][10])

7. „Vollständiger ukrainischer Sieg mit Rückkehr zu den Grenzen von 1991“

Wahrscheinlichkeit: sehr gering (kurz- bis mittelfristig)

Das ist das offizielle Ziel der ukrainischen Regierung. Politisch und moralisch ist es nachvollziehbar. Militärisch und geopolitisch ist es aber extrem schwer vorstellbar, dass Russland alle Gewinne seit 2014 wieder aufgibt, ohne vorher eine massive interne Krise zu durchlaufen oder auf drastische Eskalationsmittel zurückzugreifen. ([Wikipedia][5])

Langfristig (Dekaden-Skala) ist so etwas eher über politische Transformationsprozesse als über reine militärische Mittel denkbar.

Warum Prognosen hier grundsätzlich unsicher sind

Ein paar Schlüssel-„Unbekannte“, die einzelne Szenarien sehr schnell hoch- oder runterziehen können:

1 - “Russia says it has captured Ukrainian towns of Pokrovsk, Vovchansk”
2 -“Rivaling the US, Europe Puts Forward a New Peace Proposal for Ukraine”
3 - “Trump’s push to end Ukraine war raises fears of ‘ugly deal’ for Europe”
4 -“Military assistance to Ukraine: What has changed in 2025?”
5 - “Peace negotiations in the Russo-Ukrainian war (2022–present)”
6 - “Russia’s domestic politics impacted by the escalating costs of the war …”
7 - “War and Its Ripple Effects: How Russia’s Invasion of Ukraine is …”
8 - “Germany warns against sidelining Ukraine, Europe in peace talks with Russia”
9 - “EU Assistance to Ukraine (in U.S. Dollars) | EEAS”
10 - “Developments in Ukraine peace talks (April to June 2025)”



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